GYMNASIUM LINDENBERG
Naturwissenschaftlich-technologisches und sprachliches Gymnasium mit bilingualem Zug

Unser Leitbild

Das Gymnasium Lindenberg vereint zwei Ausbildungsrichtungen unter einem Dach: naturwissenschaftlich-technologisch und sprachlich mit bilingualem Zug. Dieses Profil ermöglicht eine fundierte und breit gefächerte Ausbildung mit dem Ziel des Erwerbs der Studierfähigkeit. Dabei stehen wir für eine ganzheitliche und gleichermaßen individuell ausgerichtete Bildung, die auf den Stärken jedes einzelnen Schülers und jeder einzelnen Schülerin aufbaut. So schaffen wir eine zuverlässige Orientierungsgrundlage für eine chancenreiche Zukunft in einer technologisierten und sich rasch verändernden Welt.

An unserer Schule leitet uns das Prinzip „Fordern und Fördern“. Es geht dabei nicht nur um die reine Vermittlung von Fachwissen, sondern jedem Schüler und jeder Schülerin die Möglichkeit zu eröffnen, die eigenen Potenziale zu entdecken und zu entfalten. Dabei gilt es, sowohl besonders begabte als auch Schülerinnen und Schüler mit Unterstützungsbedarf entsprechend zu begleiten und voranzubringen. Zudem steht unser Gymnasium für ein schrittweises Entdecken von Interessen und das Ausprobieren von Neigungen in den ersten drei Schuljahren, bevor eine Entscheidung für die weitere Ausbildungsrichtung (NTG/SG) getroffen wird.

Neben der Aneignung des Fachwissens legen wir großen Wert auf die Ausprägung von sozialen und emotionalen Kompetenzen, die sich die Schülerinnen und Schüler in einem breit angelegten Zusatzangebot über den Unterricht hinaus aneignen. Einen besonderen Schwerpunkt bilden unser kulturelles Angebot und unser Augenmerk auf der politischen Bildung. Diese bieten Orientierung, fördern Empathie, Gesprächskultur und Konsensfähigkeit und stärken die Identifikation mit demokratischen Werten.

An unserer Schule steht der Mensch im Mittelpunkt – mit all seinen Talenten, Interessen, Fragen und Entwicklungsmöglichkeiten. Wir verstehen Bildung als einen gemeinsamen Weg, auf dem Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern als Schulfamilie zusammenwirken, um die Grundlage für eine freie Persönlichkeitsentwicklung zu schaffen.

Wir legen Wert auf Eigenverantwortung: Schülerinnen und Schüler lernen Schritt für Schritt, ihre Aufgaben selbstständig zu organisieren, Entscheidungen zu treffen, Fehler zu reflektieren und für ihr Handeln einzustehen. Lehrkräfte begleiten diesen Prozess mit pädagogischer Sensibilität, Geduld und einem offenen Ohr. Als wichtige Partner bestärken Eltern ihre Kinder in dieser Selbstständigkeit und sie steuern im vertrauensvollen Austausch mit den Lehrkräften diesen Entwicklungsprozess mit.

Gemeinsam schaffen wir einen Ort, an dem Lernprozesse gelingen, weil sie auf Vertrauen, Zuversicht und Freude am gemeinschaftlichen Lernen und Lehren gründen.

Mit dem Übertritt an unser Gymnasium begegnen unsere jüngsten Schülerinnen und Schüler einer völlig neuen Dimension von Schule. Dabei begleiten wir sie intensiv mit einem Team von erfahrenen Lehrkräften und einer Tutorengruppe der 11. Jahrgangsstufe. Die Entwicklung einer starken und stabilen Klassengemeinschaft stellt eine wichtige Grundlage für die Persönlichkeitsentwicklung unserer Jüngsten dar.

Die Offene Ganztagsschule (OGS) bietet ein kostenfreies und verlässliches Betreuungsangebot. Das pädagogische Konzept beruht auf drei Säulen: ein gemeinsames Mittagessen in der Mensa, eine betreute Studierzeit zur Erledigung der Haus- und Lernaufgaben unter Anleitung ausgebildeter Fachkräfte und Schülertutoren sowie ein abwechslungsreiches, aktives Freizeitangebot.

Die überschaubare Größe unseres Gymnasiums trägt maßgeblich dazu bei, dass wir unsere Schülerinnen und Schüler als individuelle Persönlichkeiten mit ihren Wünschen und Bedürfnissen wahrnehmen können. Bei jeglichen schulischen oder persönlichen Problemen steht ihnen ein kompetentes Team aus unserer Schulpsychologin und unserem Jugendsozialarbeiter zur Seite, die zu jeder Zeit eine sichere Anlaufstelle für alle Mitglieder der Schulfamilie sind.

Wir begegnen offen verschiedenen Lebensentwürfen sowie kulturellen Einflüssen und begrüßen Meinungsvielfalt als Bereicherung für das gemeinsame Lernen. Jeder Mensch soll sich in unserer Schulgemeinschaft akzeptiert und respektiert fühlen – unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Religion oder Weltanschauung. Im Dialog erziehen wir zur Toleranz und unterstützen die Entwicklung einer eigenständigen, fundierten Meinung. Denn wir sind eine „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“.

Zudem stehen wir im regionalen und europäischen Dialog mit externen Partnern und bieten vielfältige Austauschmöglichkeiten in den modernen Fremdsprachen, um interkulturelle Erfahrungen und Sprachpraxis zu sammeln. Gerade Studienfahrten, gemeinsame Sportveranstaltungen und Konzerte, Theatervorstellungen, Vorträge und Exkursionen hinterlassen unvergessliche Eindrücke und sind prägende Erlebnisse.

Wir sind überzeugt, dass eine harmonierende Schulgemeinschaft auf Vertrauen, Respekt und direkter, wertschätzender Kommunikation zwischen allen Mitgliedern der Schulfamilie beruht. Dabei baut unser Verständnis von einem konstruktiven Miteinander auf unserem Wertekonsens. Durch den Austausch von Ideen in den verschiedenen Gremien und das Kooperativ im täglichen Schulalltag stärken wir unser Gemeinschaftsgefühl und unsere Identität. Von der Schulfamilie gestaltete Feste und Veranstaltungen fördern die Weiterentwicklung einer kreativen und unterstützenden Kultur.

Auch die Zusammenarbeit mit externen Partnern während der Studien- und Berufsorientierung trägt zu einem weit verzweigten regionalen und überregionalen Netzwerk von Kooperationen bei, von dem unsere Schülerinnen und Schüler in der Zukunft profitieren können.

Die Digitalisierung prägt unsere Gegenwart und wird unsere Zukunft maßgeblich mitbestimmen. Sie eröffnet dabei neue Wege des Lernens und Lehrens, immer unter Abwägung eines begründeten Mehrwerts. Digitale Bausteine ermöglichen einen individualisierten und methodisch variierenden Unterricht, der zu einer positiven Lernentwicklung beitragen kann. Interaktive Lernplattformen, digitale Lernmaterialien und Kommunikationsmedien fördern eine selbständige Arbeitsweise, steigern die Motivation und ermutigen zu Kreativität.

Zudem bereitet der gezielte Einsatz digitaler Werkzeuge unsere Schülerinnen und Schüler auf die Anforderungen der Arbeitswelt von morgen vor. Kompetenzen wie Medienkritik und der souveräne, verantwortungsbewusste Umgang mit Daten und digitalen Tools gehören heute zu einer modernen Allgemeinbildung. Als Lehrende tragen wir dazu bei, mögliche Berührungsängste zu verringern, indem wir allen Lernenden pädagogisch begleiteten Zugang zu relevanten Technologien und Wissen ermöglichen.

Unsere Schule versteht sich als geschützter Raum, in dem junge Menschen in einer sicheren Gemeinschaft aufwachsen und lernen können. Dabei übernehmen wir gemeinsam Verantwortung – für uns selbst, füreinander und für die Welt, in der wir leben.

Nachhaltige Bildung heißt für uns auch, ein Bewusstsein für Umwelt- und Klimaschutz zu schaffen und dies im Alltag sichtbar werden zu lassen. Wir leiten zu einem ethisch reflektierten Handeln an und stärken die Bereitschaft, als verlässliche Mitglieder einer demokratischen Gesellschaft zu wirken.

Demokratische Prinzipien wie Mitbestimmung, Partizipation und Gerechtigkeit prägen unser respektvolles Miteinander. Wir ermutigen unsere Schülerinnen und Schüler, für ihre Überzeugungen einzustehen und aktiv an der Gestaltung einer lebenswerten Zukunft mitzuwirken.

Der Musikunterricht in Jgst. 5 und 6 kann in einer Chorklasse besucht werden.

In diesem Fall haben die Schülerinnen und Schüler parallel zum normalen Musikunterricht Chorklassenunterricht, in welchem das Singen im Vordergrund steht. Beim regelmäßigen Einsingen lernen sie den richtigen Umgang mit der eigenen Stimme und entwickeln eine konkrete Tonhöhenvorstellung. Hierzu dient die bewährte Methode der relativen Solmisation.

Die Schülerinnen und Schüler der Chorklasse nehmen zudem automatisch am Wahlunterricht „Singen für Jungs” bzw. am Unterstufenchor (für Mädchen) teil, der an einem Nachmittag pro Woche in einer 7. Stunde stattfindet.

Ca. alle drei Wochen erhalten die Kinder ferner in einer Kleingruppe von drei bis vier Personen für 20 Minuten Unterricht in Stimmbildung. Dieser findet in der Mittagspause vor dem Chor oder auch während der Chorprobe stattfindet. So ergeben sich ca. zehn bis elf Termine im Jahr.

Durch die Teilnahme an den Chören wirken die Schülerinnen und Schüler außer am Weihnachts- und Sommerkonzert im Laufe des Schuljahres noch an ein bis zwei weiteren Auftritten mit teil und gestalten so unser gemeinschaftliches Schulleben mit.

Durch diese vertiefte Förderung des Singens soll die Freude über die Qualität des eigenen Gesangs im Vordergrund stehen. Ein sauberer Chorklang entsteht durch aktives Zuhören, eine Fähigkeit, die weit über die Schule hinaus förderlich ist. Durch das Trainieren der eigenen Stimme soll auch das Selbstvertrauen gestärkt werden, was die Schülerinnen und Schüler auch in anderen schulischen Situationen stärkt wie zum Beispiel das Halten von Referaten.