Gymnasium Lindenberg
Naturwissenschaftlich-technologisches und sprachliches Gymnasium mit bilingualem Zug

Digitalisierung

Der Umgang mit den digitalen Tafeln, mit denen wir im Schuljahr 2021/22 alle Klassenzimmer und Fachräume ausstatten konnten, fällt inzwischen sowohl Lehrkräften wie Schülerinnen und Schülern leicht. Aus dem Unterricht können wir sie uns heute schon nicht mehr wegdenken. Doch was ist eigentlich mit den grünen Kreidetafeln passiert?

Unter der Regie von Herrn Neff, unserem Systembetreuer am Landratsamt, haben wir die besten 20 davon nach Malawi, einem Land im Südosten von Afrika, gespendet und damit die jährliche Schultaschenaktion der Organisation Mary´s Meals unterstützt.

Mary’s Meals ist eine internationale Organisation mit einer klaren Mission: Hungernden Kindern in den ärmsten Ländern der Welt werden regelmäßig Mahlzeiten in der Schule angeboten und ihnen dadurch Bildung ermöglicht. Der Verein wurde 2002 von Magnus MacFarlane-Barrow in Schottland gegründet und hat sich seitdem zu einer weltweiten Initiative entwickelt. Die Grundidee von Mary’s Meals ist, Kinder durch Schulspeisung dazu zu ermutigen, zur Schule zu gehen. Dabei erhalten sie gleichzeitig die Nahrung, die sie benötigen, um sich auf das Lernen konzentrieren zu können. Dies trägt dazu bei, den Teufelskreis von Armut und Hunger zu durchbrechen, und Kindern die Chance auf eine bessere Zukunft zu geben.

Die Organisation arbeitet in 18 Ländern und erreicht täglich über 2,4 Millionen Kinder in Schulen und Bildungseinrichtungen. Mit 22 € kann sie ein Kind ein Jahr lang ernähren, wobei die Mahlzeiten, die bereitgestellt werden, nahrhaft, aber einfach sind. Die Zutaten werden, soweit möglich, von Kleinbauern vor Ort beschafft, um die lokale Wirtschaft zu unterstützen. Dies gelingt durch eine enge Zusammenarbeit von tausenden freiwilligen Helfern mit den Schulen und den Gemeinden, die die Projekte tragen.

Nun hoffen wir, dass die Schülerinnen und Schüler zusammen mit ihren Lehrkräften dort Freude am Lernen und Lehren mit der neuen Ausstattung haben.

W. Neff, M. Dominke

Wie alle Gymnasien im Freistaat Bayern hat auch unsere Schule im Schuljahr 2018/19 entsprechend dem Auftrag des damaligen Ministerpräsidenten Ludwig Spaenle ein Medienkonzept entworfen. Dadurch sollte sichergestellt werden, dass die Aufgabe, alle Schülerinnen und Schüler auf den verständigen und verantwortungsbewussten Umgang mit digitalen Medien vorzubereiten, von der gesamten Schulfamilie gemeinsam übernommen wird.

Das Medienkonzept umfasst

  • einen Ausstattungsplan, nach welchem die digitale Ausstattung der Schulen sukzessive auf den aktuellen Stand gebracht wird, im Wesentlichen durch eine schnelle Internetanbindung und die ausreichende Verfügbarkeit digitaler Medien für alle Schülerinnen und Schüler,
  • ein Fortbildungskonzept, nach welchem die digitale Weiterbildung der Lehrkräfte organisiert wird,
  • und ein Mediencurriculum, in welchem festgelegt ist, anhand welchem Unterrichtsinhalt die einzelnen digitalen Kompetenzen vermittelt werden.

Seitdem beschäftigt die Umsetzung unseres Medienkonzepts die Schulgemeinschaft des Gymnasiums Lindenberg und die dafür zuständigen Mitarbeiter des Sachaufwandsträgers sehr intensiv.

Dabei stehen folgende Ziele klar im Vordergrund:

  • Digitale Kompetenzen in vielfältiger Weise und auf den unterschiedlichen Ebenen zu vermitteln, aufeinander aufbauend und vertiefend und über die verschiedenen Jahrgangsstufen hinweg unter Einbezug aller Fächer.
  • Nicht nur den sicheren Umgang mit Hard- und Software zu fokussieren, sondern auch deren Anwendung unter Beachtung der rechtlichen Normen und im Sinne des Umwelt- bzw. Gesundheitsschutzes.
  • Junge Menschen bei ihrer Entwicklung zu verantwortungsvollen Persönlichkeiten zu unterstützen, so dass sie sich im Beruf professionell einbringen, ihren Alltag kompetent meistern und dabei auch bewusst die Werte unseres demokratischen Rechtsstaates leben.

Digitale Lernlandschaft eingerichtet

Mit tatkräftiger Unterstützung des Landratsamtes als Schulaufwandsträger konnten wir in der ersten Hälfte des Schuljahres 2019/20 im Glasanbau eine digitale Lernlandschaft einrichten. Die neue digitale Tafel mit Activpanel von promethean schafft die optimalen Voraussetzungen für einen zeitgemäßen interaktiven Unterricht. Nun können ganz einfach Präsentationen oder Videos vorgeführt, interaktive Apps aufgerufen und bearbeitet, Screenshots von Tafelanschriften angefertigt und mit Kommentaren versehen werden u.v.m..

Zugleich ist der Raum mit 30 Convertibles ausgestattet, die sich von den Schülerinnen und Schülern je nach Anwendung sowohl als Laptop also auch als Tablet nutzen lassen. Auf die digitale Tafel lassen sich gleichzeitig bis zu vier Schülergeräte spiegeln, so dass die Kinder und Jugendlichen ihre auf den Convertibles angefertigen Arbeiten jederzeit der Klasse präsentieren können.

Beamer, Laptop und Dokumentenkamera in jedem Klassenzimmer

Aktuell statten wir gerade unsere 28 Klassenzimmer und 16 Fachräume jeweils mit Beamer, Laptop und Dokumentenkamera aus. Um die Geräte vor Beschädigungen zu schützen, sind sie in einem Mediencaddy untergebracht, der Beamer ist an der Decke fest installiert. Genutzt werden die digitalen Medien z.B. bei der Besprechung von Hausaufgaben oder Gruppenarbeiten oder zur vergrößerten Darstellung von Gegenständen. Auch Experimente oder Tätigkeiten können damit für alle gut sichtbar demonstriert werden. Digitale Unterrichtsmaterialien, die von den Verlagen bereitgestellt oder von den Lehrkräften selbst angefertigt werden, können nun jederzeit im Klassenzimmer genutzt werden. Über LAN-Verbindung können auch Internetseiten aufgerufen, Videoclips angesehen oder interaktive Apps bearbeitet werden.

Zwei Computerräume à 25 PCs zur eigenständigen Arbeit der Schüler und Schülerinnen

Bereits im Jahr 2018 wurden unsere beiden PC-Räume mit jeweils 25 PC-Arbeitsplätzen ausgestattet, damit jede Schülerin und jeder Schüler im eigenständigen Arbeiten einen kompetenten Umgang mit digitalen Medien erlernen kann. Im Unterricht verwenden wir (bis auf das Betriebssystem und das Office Paket von Microsoft) nur Software, die kostenlos im Internet bezogen werden kann. Diese Software kann dann für die Anfertigung von Hausaufgaben oder zusätzliche Übungen ohne dass Lizenzgebühren anfallen auf die Geräte zu Hause installiert werden.

Zugriff auf schnelles Internet in allen Klassenzimmern und Fachräumen

... und das auch noch per WLAN, davon träumen wir im Moment noch. Doch auch hier ist das Landratsamt bereits aktiv geworden und will noch vor Ablauf des Kalenderjahres 2020 die Schule am Breitbandnetz angeschlossen und mit WLAN ausgestattet haben. Dann kann nicht nur am Lehrer-Laptop das World Wide Web aufgerufen werden, sondern auch - nach dem BYOD-Konzept „Bring Your Own Device” - von den Geräten der Schülerinnen und Schüler aus. Dies eröffnet die Möglichkeit zur individuellen Internetrecherche im Klassenzimmer, zur gemeinsamen Nutzung von Learning Games oder Anfertigung von kurzen Erklärvideos u.v.m..

Bereits im Dezember 2015 begann am Gymnasium Lindenberg eine Reihe von Fortbildungen zu den verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten der Lernplattform Mebis. Weitere Kurse zum Thema E-Learning und insbesondere zu Mebis, buchten unsere Lehrkräfte bei der Lehrerakademie in Dillingen. Zusätzlich fanden an unserer Schule eine Fortbildung zum Einsatz eigener mobiler Endgeräte der Schülerinnen und Schüler („Bring your own device“ – BYOD) und seit dem Schuljahr 2017/18 eine Reihe an Micro-SchiLfs (Schulinterne Lehrerfortbildungen) zum Einsatz verschiedener Apps im Unterricht statt. Aktuell werden die Lehrkräfte im Einsatz der digitalen Tafel und der Convertibles geschult.